Mittwoch, 18. Oktober 2017

Goldener Oktober



Was für ein wunderbares Wetter!
Seltsam,ich beschäftige mich jeden Tag bei fast jedem Wetter im Garten und das gern und jetzt bei diesem herbstlichen Traumwetter habe ich keine Lust.
Nein, mir steht der Sinn nach wandern.
Am liebsten jeden Tag.

Sonntag schloss ich mich einer Wandergruppe an und verbrachte den Tag mit netten Leuten in Wald und Feld. Ein wirklich schöner Tag, den ich gern wiederholen möchte.



Natürlich führte mich, als ich wieder zu Hause ankam , mein Weg doch in den Garten. Meine Kamera war noch griffbereit.



Langsam sollte ich ans Einräumen der frostgefährdeten Kübelpflanzen denken. Dabei blühen sie wie diese Bulbine noch so wunderschön.



Nicht nur mich lockt das warme Herbstwetter vor die Tür, viele Rosen blühen noch sehr schön. So viele Blüten wie im Juni sind es nicht, aber im Oktober freue ich mich auch über einen etwas bescheideneren Blütenflor.


Schmetterlinge flattern vor allem zwischen meinen Herbstastern umher 





und sogar am Johanniskrautstrauch Hypericum 'Hidcote' zeigen sich viele neue Blüten.





Jedes Frühjahr säe ich verschiedene Tagetessorten aus. Wenn ich später im Sommer Lücken in meinen Beeten entdecke, bepflanze ich sie gern mit Tagetes. Die Pflanzen bilden schnell dichte Hoste und blühen bis zum Frost. Da ich meist nicht alle Tagetespflanzen benötige, bleiben die restlichen im Gemüsebeet und schützen dort vor Fadenwürmer oder Bodenälchen (Nematoden).



Hier blühen einige Tagetes zwischen Astern und Verbenen



Der kleine Admiral hat inzwischen die Astern verlassen und nascht an Andrea Atkinson, meiner derzeitigen Lieblingsherbstanemone.

Es wird Zeit ins Haus zu gehen. Obwohl die Sonne tags noch so viel Kraft entwickelt, wird es abends schon recht kühl.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Oktoberimpressionen


Nicht jeder Oktober ist golden, nicht jeder Oktober bringt letzte warme Sonnentage.



Was uns dieser Oktober noch bringt, das weiß ich  nicht. Nicht beim Wetter und auch sonst ist alles offen, kann alles geschehen.
Wenn ich über den Atlantik blicke, dann bin ich froh, dass ich nicht erleben muss, was viele US -Amerikaner erdulden. Erst Hurrikan mit Dauerregen, jetzt furchtbare Flächenbrände, einen Präsidenten, den man nur schwer ertragen kann.
Dann bin ich dankbar, dass es mir in meiner kleinen überschaubaren Welt noch immer so gut geht. 


Ja, es sind die kleinen Dinge, die ich nicht übersehen darf, die Freude bringen und Kraft.
An einem sonnigen Tag dem lauten Chor der großen Starenschar, die seit Tagen die mächtige Tanne im Nachbargarten bewohnt, lauschen und dabei auf meinem Lieblingsplatz sitzen, das ist Erholung pur.
Orangenverbene, Schokoladenminze und etwas Salbei, meine momentane Lieblingsmischung für den Tee pflücken ,und durch das raschelnde Laub vom Kirschbaum zurück zum Haus gehen.
Kerzen anzünden und in einer dicken Strickjacke noch ein Stündchen auf der Terrasse sitzen. 
Kommt der Igel wieder schimpfend aus der Hecke und beschwert sich, weil es dieses Jahr kaum Äpfel gibt?


Ich sitze hier inmitten meiner  Pflanzen und denke über den Sommer nach. 
Viele schimpfen über zu viel Hitze, Sturm, Regen,Sonne, irgendwie über alles.
Wie habe ich den Sommer erlebt? Er begann sehr trocken und so manche Stunde verbrachte ich mit  Gießen. Dafür wuchs aber kaum Unkraut (entschuldigung, Wildkraut) und die Rosen blühten einfach himmlisch. Familienfeiern, der Offene Garten , Feste im Dorf, immer wunderschön, Sonne, warme Abende.
Später wechselte das Wetter von trocken zu feucht. Jetzt starteten viele Sommerstauden richtig durch. Überbordendes Grün, gesunde Pflanzen, bunte Beete. Ja, die Wildkräuter (für mich Unkräuter) holten jetzt nach, was sie im trockenen Frühsommer nicht geschafft hatten.  
Aber was soll´s, es muss doch einen Grund geben, warum Hacken und Harken erfunden wurden.




Ja, ich bin zufrieden. Vielleicht habe ich die weniger schönen Tage einfach vergessen. Heißt es nicht, dass Rentner nur noch Dinge behalten, die zwanzig Jahre zurückliegen?
Für den Rest des Jahres habe ich keine besonderen Pläne.
Die Gartenarbeit braucht nicht mehr so viel Zeit. Vielleicht gehe ich öfter als bisher zur Gymnastik oder ich putze auf meinen drei Etagen mal Ecken, an denen ich im Sommer gern vorbei sehe.
Eine Reise ist gebucht, auf die ich mich sehr freue. Im Sommer mag ich den Garten nicht gern allein lassen.
Die Zeit intensiver wahrnehmen, mehr Gespräche mit der Familie.
Mal sehen, was das Jahr noch bringt. Ich bin voller Vorfreude.





Heute verzichte ich auf Bildbeschreibungen.
Einfach anschauen, die späten Farben genießen, mehr nicht.












Donnerstag, 5. Oktober 2017

Herbstastern




Die Tage werden kürzer und kälter. Das Wetter ist ungemütlich. 



Die Zeit der Herbstastern ist da. Wie ein letzter Sommergruß strahlen sie in Blau, Rosa und Weiß. 



Selbst wenn es erste Nachtfröste geben sollte, blühen sie bis Ende Oktober und kümmern sich nicht ums Wetter.






Ob Kissenastern, Glattblattastern oder Raublattastern, schön sind sie alle.






In diesem Jahr sind sie besonders schön. Grund ist das feuchte Wetter in der zweiten Sommerhälfte. In trockenen Sommern müssen sie ausgiebig gegossen werden um eine reiche Blüte zu bekommen.



Dieses Jahr zeigen die Herbstastern keine Anzeichen für Asternwelke, eine Pilzerkrankung, die kahle Stiele und schwarze, schlaffe Blätter hinterlässt. 



Auch vom Mehltau werden sie noch verschont. 



Ich vermute, dass die ausreichende Wasserversorgung für gesunde, kräftige Pflanzen sorgt.










Donnerstag, 28. September 2017

Blätter sind auch schön!

Immer wieder lese ich: Bei mir sieht es nicht mehr schön aus, es blüht fast nichts mehr.
Natürlich sehen Gärten oder Parks ohne Stauden und Rosen auch sehr hübsch aus. 

Heute lasse ich die Welt der bunten Blumen links liegen und zeige euch wie schön der Herbst ohne Blühendes sein kann. 



Wenn ich aus dem Wohnzimmerfenster auf den gegenüber liegenden Wald schaue, dann finde ich noch nicht das bunte Herbstlaub, das so herrlich in der Sonne leuchtet.


Auch im Garten überzieht der Herbst erst langsam die Beete mit seinen warmen Farbtönen.
Schön sieht es trotzdem aus. Seit ich die ersten Farne von Volmary geschenkt bekam, bin ich begeistert. Immer mehr grüne Wedel ziehen ins Schattenbeet ein.



Sie zeigen allerdings keine bunte Herbstfärbung. Bei ihnen ist oft der frische Austrieb getönt.


Auch Ziergräser zeigen Farbe wie Carex comans, die Neuseeland-Segge.


Zwei, die zusammenpassen.
Tagetes mit Japanischem Blutgras  Imperata cylindrica Red Baron.

Wusstet ihr, dass die Tibouchina nicht nur wunderschöne lila Blüten hat, sondern auch eine tolle rote Herbstfärbung?





















Wenn es um tolle Farben im Herbst geht, dann darf bei mir der Zierkohl nicht fehlen. Ich säe ihn immer im Juni aus und pflanze ihn später in Lücken im Beet.




















Weiter hinten im Gräserbeet stehen die ganz Großen. Chinaschilf 'Silberfeder'
Miscanthus sinensis behält seine überhängende Form bis zum Frühjahr wenn es abgeschnitten wird und ziert auch im Winter mit seinen Blütenrispen.



Der erste Frost wird die tollen riesigen Federmohnblätter in eine schwarze Masse verwandeln. Aber noch ist es nicht soweit.



Wenn ich den ersten rot gefärbten Strauch entdecke, ist es fast immer ein Hartriegel. Auch ein Grund, warum er in meinem Garten wächst.



Während sich ganz oben Hopfen an der Grenze zum Nachbarn entlang schlängelt,



sprießen ganz unten an alten Baumstämmen oder im Gras hübsche Pilze, auch ein Herbstsymbol, das für mich dazugehört.

Donnerstag, 21. September 2017

Der Herbst ist da

Der Sommer ist vorbei. Endgültig. Heute ist Herbstanfang. Nicht nur im Kalender, sondern auch um uns herum.
Vieles deutet darauf hin, dass die schönen Sommertage vorüber sind.




Der erste Herbststurm hat die Blumentöpfe auf der Terrasse neu geordnet.




Die Sonne hat nicht mehr viel Kraft, 30 Grad Celsium kann ich nicht mehr erwarten. Die brauche ich auch nicht. Mir genügen 25 Grad und die sollen ja am Wochenende noch mal erreicht werden.

In der Zwischenzeit ist die erste Herbstdeko ins Haus gezogen. Ja, ich bin wieder etwas spät dran. Aber die Kürbisse mussten erst noch gebrannt werden.






Die ersten Blätter färben sich rot.





Silberkerzen und Astern zeigen, dass der Sommer ausgeklungen ist.











Der Ageratum blüht plötzlich nicht mehr blau, sondern weiß. Ihm fehlen wohl ein paar Sonnenstunden.


An manchen Stellen sieht es schon etwas kahl aus. In die entstehenden Lücken pflanze ich Zierkohl.



Immer noch unermüdlich blühen die Passionsblumen. Langsam muss ich für meine Kübelpflanzen das Winterquartier vorbereiten. Nächsten Monat werden die empfindlichen Kübelpflanzen wie Wandelröschen und Tibouchina ins Haus gebracht. Die Passionsblume bleibt aber noch länger draußen. Sie verträgt auch kältere Nächte.


Die Bartblume, die eigentlich ein Halbstrauch ist, zeigt ihr leuchtendes Blau.







Und Limelight färbt sich rosa. Beide werden im nächsten März zurückgeschnitten.


Noch immer herrscht Gelb vor. Blaue und rosa Herbstastern beginnen erst langsam mit ihrer Blüte.


Dafür leuchten rote Rosen und



Fetthennen und Anemonen in allen Farben.




Bald werden auch die Kakteen wieder ins Haus ziehen. Ja, der Herbst ist da. Es macht mich etwas traurig , ich liebe den Sommer so sehr.